UNESCO-Projektschule
REALSCHULE HEINSBERG

„Das Leben ist jedem Menschen nur einmal gegeben. Er sollte jede Minute seines Lebens so sinnvoll leben, dass ihn später sinnlos verlebte Stunden nicht bedrücken!“

Unter diesem Motto hielt der Mauerflüchtling Hartmut Richter am Mittwoch, dem 18. Januar 2017 einen spannenden Vortrag zur Berliner Mauer vor den Zehntklässlern unserer Schule. Mit kurzen einleitenden Worten begrüßte Herr Zaunbrecher den Zeitzeugen Hartmut Richter, dem 1966 die Flucht in den Westen der Stadt Berlin gelang, indem er den Teltowkanal durchschwamm und nach vier Stunden in die Freiheit des Berliner Westteils gelangte.

Sein erster Fluchtversuch scheiterte und er wurde als Staatsflüchtling zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Doch Richter hatte Glück, dass die Bundesrepublik ihn freikaufte. Danach war er als Fluchthelfer aktiv und geriet wieder in die Hände der staatlichen Willkür der DDR.

Den spannenden Ausführungen seiner persönlichen Erlebnisse ergänzte der Zeitzeuge mit dem Dokumentarfilm „Am Tag an dem die Mauer fiel“, indem er auch selbst zu sehen war. Die Dokumentation erklärte den Schülern die Motivation der DDR die Mauer zu bauen, die Durchführung und dann letztlich den Fall der Mauer. Es wurden spektakuläre Fluchtversuche gezeigt und die Reaktionen der DDR Staatsführung mit ihren Verbesserungen ihres „antifaschistischen Bollwerks“, um diese Fluchtversuche dauerhaft zu verhindern. Es wurden letztendlich 172 Menschen an der Mauer.

Hartmut Richter konnte den Schülern der Jahrgangsstufe 10 mit dem Film und seinem Vortrag einen emotionalen Einblick in die grausamen unmenschlichen Aspekte, die zur Regimeflucht führten, in der Zeit des kalten Krieges beeindruckend übermitteln. So war der abschließende Beifall Ausdruck der Hochachtung vor diesem Zeitzeugen.

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